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Aufbau einer hybriden EU-Organisationsstruktur

Wie können motivierte, handlungsfähige und unabhängig operierende Träger*innen für nachweisorientierte Klimaneutralität 2035 zusammenwirken?

Die Hybridstruktur der sustainable data platform bringt professionelle for-profit und non-profit Akteure gemeinwohlorientert zusammen. Das Ziel ist es, Werte für das Gemeinwohl zu schaffen, die über ein Unternehmen, eine Organisation oder einen Verband hinausgehen. Auf der Plattform arbeiten dazu Unternehmen, Energieagenturen, Institute und gemeinnützige Stiftungen mit langjähriger Erfahrung in Klimaschutz und Digitalisierung zusammen.

Minimum viable product 2020-2022: erste Arbeiten

Die ersten Arbeiten erfolgen seit 2020 prototypisch zur Erzielung ersten Nutzens in den Modulen auf Basis des Plattformkodex. Ziel ist es, nach der Design-Thinking Methode auf der Arbeitsebene begonnene Prozesse zu verbessern, die Qualität der Plattformmodule zu sichern und erste Tools in Geschäftsmodelle umzusetzen. Parallel wird eine dauerhaft anforderungsgerechte, wachstumsfähige europäische Struktur angestrebt.

Vereinfachte Visualisierung der hybriden (Blau = For-Profit, Grün = Non-Profit) Netzwerkstruktur mit mehreren Centers of Expertise (CoE) und einem Master-Data (und Community) Management (MDM). Die Abgrenzug (orange) 2020 MVP veranschaulicht den Bau der ersten “minimum viable products” als Basis der skalierbaren Plattform.

Verstetigung ab 2024: Anforderungen für eine dauerhaft erfolgreiche Umsetzung

Für die sdp sind Strukturen aufzubauen, die einen langjährig unabhängigen und bestimmungsgemäßen Betrieb sicherstellen. Die Strukturen sollen zudem ein schnelles, starkes Wachstum, d. h. breite Anwendung und Umsetzung der auf der Plattform entwickelten Werkzeuge ermöglichen. Notwendig ist eine partizipative Hybridorganisationen mit Balance zwischen non-profit und for-profit Akteuren. Hierzu wurde beim Jahresendtreffen 2022 die Gründung einer europäischen Genossenschaft diskutiert, die sich aus den Services der Plattform finanziert.

Idee der EU-Genossenschaft

Genossenschaftsidee: Während des zweitägigen Jahresendtreffens der sdp am 25. und 26.11.2022 wurde im persönlichen Austausch eine Genossenschaftsidee entwickelt, welche durch die Ludwig-Bölkow-Stiftung und Stiftung Energieeffizienz angestoßen werden kann und auf Basis des Nutzens der sdp-Tools und angebundenen Services Genossenschaftsanteile anbietet. Für Genossenschaftsanteile können z.B. Monitoring und Serviceleitungen erhalten werden. Für die Ermöglichung neuer Services können progressive Handwerksbetriebe, Betreiber, etc. Anteile erwerben..

Organisationsaufbau

Ideelle Aufgabe der Trägerorganisation ist die Sicherstellung eines bestimmungsgemäßen und von Einflussnahme durch Partikularinteressen unabhängigen und finanziell eigenständigen Betriebs. Als juristische Person kommen z.B. Stiftung, klageberechtigter Stiftungsverband oder die Europäische Genossenschaft in Frage. Es sind Erfolgsindikatoren für den Betrieb der sdp zu entwickeln (z.B. direkt und indirekt erzielte Umweltwirkungen, indirekt z.B. durch Wirksamkeit in die Politik). Weitere Indikatoren sind z.B. die Erfüllung der SDGs und messbarer Indikatoren wie z.B. der maximalen Wohnkostenbelastung (energiegebundene Nebenkosten). Ein Leistungsindikator ist die soziale Zufriedenheit der ehrenamtlichen und professionellen Beteiligten sowie die Bewältigung der Konflikte zwischen Akteuren.

Operative Aufgaben

Bei der operativen Umsetzung geht es um die permanente Koordination neuer und vielfältiger Aktivitäten und deren Qualitätssicherung. Aufgabe ist die Umsetzung der Prozesse, Betreuung und Weiterentwicklung der Plattformangebote. Von der Öffentlichkeitsarbeit über die Koordination der Teilnehmer*innen, dem Durchführen von Meetings, der Klärung rechtlicher Fragen und der Produktentwicklung bis zum Userservice. Weitere Aufgaben sind die Unterstützung von Partizipationsprozessen und Geschäftsmodellen sowie die Betreuung von Privatpersonen, Unternehmen und zivilgesellschaftlichen Organisationen. Eine besondere Herausforderung besteht in der Begleitung konkreter Geschäftsprozesse, hier ist sicher zu stellen ist, dass die Daten valide, sicher und codexkonform gehandhabt werden. Dem Schutz des geistigen Eigentums von insbesondere Start-Ups und kleineren Unternehmen ist Rechnung zu tragen.

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Olaf Hofmann

Die SKOPOS Unternehmensgruppe engagiert sich mit viel Motivation an der sustainable data platform. Mit unserer Expertise in den Bereichen Datenanalyse, Datenvisualisierung und User Experience können wir an entscheidenden Stellen unterstützen.

Die Plattform füllt eine zentrale Lücke in der Erreichung Europäischer Klimaziele – ohne sustainable data platform keine realistische Aussicht auf Klimaneutralität. Daher stellt das Gelingen dieses Projektes auch eines unserer Unternehmensziele dar.

Founder and Managing Director

SKOPOS Institut für Markt- und Kommunikationsforschung GmbH & Co. KG

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Jörg Ortjohann

Klimaschutz muss anhand bester verfügbarer Indikatoren gemessen und auf Kurs gebracht werden. Die Politik sendet das klare Signal, dass sie sich bei der Installation von notwendigen Feedback-Prozessen nicht gegen mächtige Verbandsinteressen durchsetzen kann. Man denke an den Abgasskandal.

Stabile Feedback-Mechanismen sind jedoch notwendig um die SDGs und Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens umzusetzen. Die Zivilgesellschaft muss mit nachweisorientierten Unternehmen Strukturen schaffen und Institutionen stärken um den europäischen Datenraum jetzt konsequent auf bezahlbaren Klimaschutz auszurichten.

Vorstand

Stiftung Energieeffizienz